Der Gallery Walk

Wahrscheinlich haben nur wenige von Euch bis jetzt eine Kunstgalerie besucht - man bewegt sich von Kunstwerk zu Kunstwerk. Beim Gallery Walk im Unterricht werden das Klassenzimmer und weitere Teilungsräume zu unserer Galerie. Die Arbeitsergebnisse Eurer einzelnen Arbeitsgruppen sind die Ausstellungsstücke, die es zu bewundern gilt. Die Methode „Gallery Walk” wurde so abgewandelt, dass sie möglichst problemlos in unseren Unterricht passt.



Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Arbeitsgruppe stellt ihr Endprodukt einer Gruppenarbeitsphase an einer Stelle im Klassenraum oder in einem Teilungsraums aus. Das Endprodukt kann zum Beispiel ein Lernplakat, eine Präsentation, eine Foto-Story, oder eine Website sein.
  • Jede Arbeitsgruppe wählt einen Sprecher, der für die Erläuterung der Arbeitsergebnisse verantwortlich ist. Könnt ihr Euch nicht zügig entscheiden, wählt Euer Lehrer einen Schüler aus.
  • Die verbleibenden Schüler gehen nun von „Ausstellungsstück” zu „Ausstellungsstück” und beschäftigen sich näher mit den Ergebnissen der anderen Arbeitsgruppen. Die Sprecher reagieren auf Rückfragen der anderen Schüler.
  • Die Schüler, die sich mit den „Ausstellungsstücken” beschäftigen erhalten Auswertungsbögen, die sie an den einzelnen Stationen ihres Rundgangs ausfüllen müssen. Liegen keine Auswertungsbögen vor, müssen Notizen gemacht werden.
  • Am Ende des Gallery Walk kommen noch einmal alle Schüler in der Klasse zusammen. Euer Lehrer kontrolliert Eure ausgefüllten Arbeitsbögen und vergibt eine Stundennote. Es folgt eine abschließende Diskussion zu den Ergebnissen der Gruppenarbeit.


Vorteile des Gallery Walk

  • Arbeitsergebnisse können der Klasse zügig vorgestellt werden - schneller als bei einer Vortragsreihe.
  • Ihr könnt Euer Lerntempo frei wählen und eigenständig Schwerpunkte setzen: Ihr könnt mehrere Stationen in kürzerer Zeit besuchen, oder Euch intensiver mit einem Thema beschäftigen und gezielte Rückfragen stellen.


Herausforderungen

  • Wie bei jeder anderen Methode die eigenverantwortliches Arbeiten voraussetzt, kann es auch hier passieren, dass einzelne Schüler nicht wirklich arbeiten.
  • Probleme können da auftreten, wo Schüler zu verschiedenen Zeitpunkten an einer Station des Gallery Walk ankommen. Vielleicht gibt es an einer Station eine Präsentation - ein Schüler ist bereits auf Folie sieben angekommen, als ein anderer Schüler dazu kommt. Man muss dann versuchen irgendwie einen Einstieg zu finden, oder einfach an einer anderen Station weiter machen.





© Christian Alexander 2019