LER-Test, Mensch & Glauben, April 2015


Welche beiden Gottesbeweise konnten bisher angeblich noch nicht erbracht werden?


Im Unterricht habt ihr mehr über die Heiligsprechung eines Papstes erfahren. Um welchen Papst handelt es sich. Welche Voraussetzungen mussten erfüllt sein, damit es zur Heiligsprechung kommen konnte?

Es handelte sich um Papst Johannes Paul II. Menschen haben sich nach seinem Tod im Gebet an ihn gewendet. Er soll diese Gebete beantwortet und mindestes zwei Wunder vollbracht haben. Zum einen wurde eine französische Nonne von Parkinson geheilt. Zum anderen soll auch eine Frau in Costa Rica vom verstorbenen Papst geheilt worden sein.


Spätestens seid der Zeit der Aufklärung nahm die Kritik am christlichen Glauben (und am Glauben generell) bedeutend zu. Welche Kritiker sind von besonderer Wichtigkeit? Was sind ihre zentralen Aussagen?

Ludwig Feuerbach: Der Mensch erschafft Götter nach seinen Wünschen. Gott ist all das, was der Mensch nie sein kann (ewig, heilig, etc.).

Siegmund Freud: Gott ist nur eine Illusion. Wir haben Sehnsucht nach einen schützenden Vater.

Karl Marx: Religion ist Opium für das Volk. Wird Wohlstand gerecht verteilt, braucht man keinen Gott.

Friedrich Nietzsche: Gott ist tot!


Was ist der Unterschied zwischen einem Atheisten und einem Agnostiker?

Ein Atheist ist ein Vertreter einer „Kein-Gott-Lehre”. Er ist überzeugt, dass es grundsätzlich keinen Gott, oder ein anderes höheres Wesen gibt.

Ein Agnostiker nimmt die Haltung des „Nicht-Wissens” ein und geht davon aus, dass es uns Menschen grundsätzlich nicht möglich ist einen Beweis für oder gegen die Existenz Gottes erkennen zu können.

Beide Begriffe kommen aus dem Griechischen.

Der Atheist sagt: „Es gibt keinen Gott!”, während der Agnostiker sagt: „Mann kann nicht genau wissen, ob es einen Gott gibt, oder nicht”.


Was ist die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters?

Die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters ist eine satirisch-kritische Religion. Indem die Anhänger dieser Gruppe ein fliegendes Spaghettimonster anbeten, wollen sie zeigen, dass Religionen unlogisch sind, und dass es völlig egal ist, wen oder was man anbetet. Die Anhänger dieser „Religion” bezeichnen sich als „Pastafari” (Wortspiel mit Rastafari, Pasta = Nudeln / Spaghetti). Sie haben eigene Gebete und Gebote formuliert und treffen sich manchmal zu „Nudelmessen” und anderen pseudo-religiösen Veranstaltungen.


Was hat „Theodizee” mit der Frage nach Gottes Existenz zu tun?

Theodizee bedeutet Rechtfertigung Gottes. Vereinfacht gesagt versucht man eine Antwort auf folgendes Problem zu finden:

1. Millionen von Menschen leiden qualvoll, in den verschiedensten Situationen (Hunger, Krankheit, Krieg, Naturkatastrophen, etc.).

2. Gott ist allmächtig und voller Liebe.

3. Die Tatsache, dass es millionenfaches Leid gibt beweist, dass es keinen guten allmächtigen Gott geben kann, denn ansonsten würde er das Leid ändern.










© Christian Alexander 2015