LER-Test, Drogenprobleme, Juni 2015


1. Erkläre den Unterschied zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten

Stoffgebundene Süchte: 

Bei den stoffgebundenen Süchten sind es Mittel oder Stoffe, die süchtig machen (z.B. Nikotinsucht, Alkoholsucht, Medikamentensucht).


Stoffungebundene Süchte:

Stoffungebundene Süchte sind mit bestimmten Handlungen verbunden (z.B. Magersucht, Spielsucht, Fernsehsucht)


2. Welche drei Formen von Essstörungen kennst du?

Magersucht

Typisch für die Magersucht (Anorexia nervosa) ist ein starker Gewichtsverlust, den die Betroffenen bewusst herbeiführen. Sie sind auffallend dünn und empfinden sich auch dann noch als zu dick, wenn sie schon unter starkem Untergewicht leiden.

Bulimie

Kennzeichen der Bulimie sind häufige Essattacken, bei denen in kurzer Zeit große Nahrungsmengen gegessen werden. Um die Kalorienzufuhr „rückgängig“ zu machen und nicht zuzunehmen, lösen die Betroffenen selbst Erbrechen aus. 

Binge-Eating-Störung

Wiederholte Essattacken kennzeichnen die Binge-Eating-Störung bzw. Binge Eating Disorder. Bei den wiederkehrenden Essanfällen werden enorm große Mengen herunter geschlungen. Im Unterschied zur Bulimie werden die Essattacken nicht durch andere Maßnahmen „ungeschehen“ gemacht.


3. Warum ist Tabakrauch schädlich

Der Tabakrauch enthält Nikotin, ein starkes Nervengift. Neben dem Nikotin gibt es 4.000 weitere giftige und krebserregende Substanzen (Formaldehyd, Butan, Ammoniak, Aceton …)


4. Was spricht für eine Legalisierung von Cannabis? Was spricht dagegen?

Dagegen:

Es gibt schon 600.000 Abhängige in Deutschland. Cannabis zerstört das Kurzzeitgedächtnis. Cannabis kann ernste psychische Erkrankungen verursachen.

Dafür: 

Es gibt sowieso schon 2 Millionen Konsumenten. Illegales Cannabis muss man in der gefährlichen Drogenszene kaufen. Wird Cannabis legalisiert, kann man Steuern auf Cannabis erheben - der Staat profitiert.


5. Was / wie groß ist eine „geringe Menge" und was passiert wenn ein Jugendlicher mit Cannabis erwischt wird?

Bei einer geringen Menge gibt es in der Regel kein Strafverfahren. In Brandenburg liegt sie bei sechs Gramm. Jugendliche werden von der Polizei registriert. Das Jugendamt und die Eltern werden informiert. Man wird nicht zum Führerschein zugelassen, oder verliert ihn.

In Berlin sind es sogar 15 Gramm - aber es gibt auch „Null-Toleranz-Zonen” in der Stadt. Wird man dort auch nur mit kleinsten Spuren von Haschisch oder Marihuana angetroffen, wird sofort ein Strafverfahren eingeleitet. 

© Christian Alexander 2015