PEGIDA, Islam und Salafismus


Hätte man bei PEGIDA, BÄRGIDA & Co. mitlaufen sollen?

Die „PEGIDA-Bewegung”, die in Dresden ihren Ursprung hatte und bundesweit viele Nachahmer fand, hat offensichtlich ihren Höhepunkt überschritten. Hätte man vor einigen Wochen noch mitlaufen sollen? Es gab immer wieder die gleichen Argumente, die vorgetragen wurden, die dafür / dagegen sprechen (Beispiele):


Argumente, die für eine Teilnahme sprechen:

Es gibt immer mehr Moslems in Deutschland - überall sieht man Moscheen, Frauen in Burkas, etc. Man fühlt sich wie ein Fremder im eigenen Land.

Viele Moslems wollen sich nicht integrieren: Schwimmzeiten für Muslima, kein Schweinefleisch beim Schulessen, Koranunterricht etc.

Moslems tragen auf deutschem Boden ihre Konflikte aus. Es gab schon Straßen-schlachten zwischen Kurden und Salafisten.

Die Anschläge auf Charlie Hebdo in Paris zeigen, wie gefährlich ein radikaler Islam werden kann.

Die armen Rentner in Deutschland sitzen ohne Strom in kalten Wohnungen und können sich noch nicht mal ein Stück Stollen leisten, während der Staat Asylbewerbern voll ausgestattete Unterkünfte zur Verfügung stellt.


Argumente, die für gegen Teilnahme sprechen:

Nur etwa 5% der Bevölkerung sind Moslems (2030 werden es 7% sein).

Nur etwa 0,1% der in Deutschland lebenden Moslems sind gewaltbereit.

Die meisten Moslems wollen sich in der BRD integrieren - das zeigen Umfragen.

Die meisten der hier lebenden Moslems wurden hier geboren und sind schon die 3. oder 4. Generation von Moslems und der BRD - Deutschland ist ihre Heimat.

Menschen mit Migrationshintergrund zahlen mehr Steuern und Sozialabgaben, als sie Unterstützung erhalten.

Politisch Verfolgte genießen in Deutschland Asylrecht - und das ist auch gut so!


Eine Karikatur

Eine Karikatur kann man mit Hilfe des folgenden Schemas interpretieren:

Geschichtsunterricht.001


Ein Beispiel:

SummaryIslam.001


- Zwei Männer gehen aneinander vorüber, Mundwinkel unten, Augenbraue hoch

- der eine sieht in dem anderen einen Kreuzritter, der andere sieht in seinem Gegenüber einen Terroristen


- definitiv nach dem 11. September 2001


- Bart deutet auf Migrationshintergrund hin

- „Ausländer " sehen in Deutschen feindliche Kreuzritter

- Deutsche halten oft Moslems für Terroristen


- kritisiert wird, dass Menschen zu oft Vorurteile haben

- dies verhindert, dass es zu einer echten Kulturbegegnung kommt


Was ist Salafismus?


Beim Salafismus handelt es sich um eine besonders radikale Strömung des Islamismus. Der Begriff Salafismus leitet sich vom arabischen Wort "salaf" für "Altvordere" ab. Unter "Altvordere" verstehen die Anhänger des Salafismus – ebenso wie die Anhänger der vier sunnitischen Rechtsschulen – die Gefährten des Propheten Mohammeds sowie die ersten drei muslimischen Generationen. Salafisten sind jedoch in Abgrenzung zu anderen muslimischen Strömungen der Auffassung, dass nur diese "Altvorderen" den "ursprünglichen" und "reinen" Islam gelebt haben.


Das Prinzip des “Tauhid”

Nach den Vorstellungen des Salafismus sind sämtliche vom Menschen gemachten Gesetze und Verfassungen ungültig und haben keine Bedeutung. Dies hängt mit dem Prinzip des "Tauhid" zusammen, das die Salafisten auf ihre Weise interpretieren. Beim "Tauhid" handelt es sich um einen allgemeinen theologischen Begriff des Islam, der die Einheit und Einzigartigkeit Gottes beschreibt. Im Salafismus wird der Begriff so ausgelegt, dass neben Gott keine weitere Autorität existieren könne – und somit auch keine staatliche Institution berechtigt sei, Gesetze zu erlassen.




© Christian Alexander 2015